Schulhund
Schulhund-Team Frida & Laura in Ausbildung
Tiergestützte Pädagogik an der Gesamtschule Wasseramselweg
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass ab sofort die Rauhaardackel-Hündin Frida unser Schulleben am Wasseramselweg bereichern und regelmäßig Teil des Unterrichts und anderer schulischer Aktivitäten sein wird.
Am 31. Oktober 2025 hat Frida den Eignungstest erfolgreich absolviert und ist aktuell in der Ausbildung zum Schulhund. In den kommenden Monaten wird sie die Möglichkeit haben, die Schule, den Ablauf des Unterrichts und natürlich die Kinder kennenzulernen.
Die Abschlussprüfung ihrer Ausbildung ist für März geplant. Wie sich Fridas Einsatz danach weiterentwickeln wird, möchten wir gemeinsam und im Sinne aller Beteiligten entscheiden.

Während ihrer Ausbildungsphase wird Frida zunächst in Unterrichtsstunden dabei sein, in denen das Arbeiten in Kleingruppen möglich ist. Diese behutsame Heranführung soll dafür sorgen, dass sie sich in ihrem neuen Umfeld sicher fühlt und ihr Einsatz jederzeit gut organisiert bleibt.
Frida ist ein Rauhaardackel. Hunde dieser Rasse gelten als besonders freundlich, wachsam und aufgeschlossen. Durch ihre geringe Körpergröße ist sie besonders zugänglich für Kinder. Zudem verlieren Rauhaardackel kaum Haare – ein Vorteil auch für Kinder mit Allergien.

Wie funktioniert tiergestützte Pädagogik?
Tiergestützte Pädagogik hat sich als äußerst förderlich für das Lernen und die emotionale Entwicklung von Kindern erwiesen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Praxiserfahrungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Hunden in Schulen viele Vorteile für die Schülerinnen und Schüler mit sich bringt. Ein Schulhund fördert die Entwicklung sozialer Fähigkeiten bei den Kindern. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht auf das Tier und ihre MitschülerInnen zu nehmen sowie Geduld und Einfühlungsvermögen zu zeigen.
Der Kontakt mit dem Hund schafft eine positive Atmosphäre, in der Kinder sich wohlfühlen und dadurch besser miteinander interagieren. Die Anwesenheit eines Hundes wirkt beruhigend auf viele Kinder. Dies kann besonders hilfreich in stressigen Situationen sein, etwa vor Klassenarbeiten oder Prüfungen. Kinder, die unter Ängsten oder emotionalen Schwierigkeiten leiden, profitieren oft besonders vom Kontakt mit einem tierischen Begleiter, da der Hund auf eine natürliche Weise Trost und Ruhe vermittelt. Ein Schulhund kann die Motivation der SchülerInnen steigern. Die Aussicht, den Hund zu sehen oder mit ihm zu interagieren, kann das Lerninteresse und die Bereitschaft zur Mitarbeit erhöhen.
Zudem fördert der Hund eine ruhige Lernatmosphäre, in der sich Kinder besser konzentrieren können. Ein Hund im Klassenraum schafft eine harmonische Lernumgebung. Er wirkt verbindend und oft trägt er dazu bei, dass Kinder freundlicher und rücksichtsvoller miteinander umgehen. Gemeinsame Verantwortung für das Wohl des Hundes stärkt den Zusammenhalt in der Gruppe. Der Umgang mit einem Tier kann Kindern helfen, ihre eigene emotionale Intelligenz zu entwickeln. Sie lernen, Gefühle wie Zuneigung, Freude, aber auch Trauer und Frustration zu erkennen und angemessen zu verarbeiten. Dies ist besonders wichtig für die soziale und emotionale Reifung.
Was bedeutet das für den Schulalltag Ihres Kindes?
Frida wird sorgfältig, gezielt und rücksichtsvoll eingesetzt. Dabei steht jederzeit im Vordergrund, sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch Fridas Wohlbefinden zu beachten. Frida ist fest an Laura Zurl gebunden und wird ausschließlich unter ihrer Aufsicht und Begleitung in der Schule sein.
Natürlich achten wir besonders darauf, dass Kinder mit Allergien oder Ängsten keine ungewollten Begegnungen mit Frida haben. Zudem gelten klare Regeln im Umgang mit dem Hund, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und regelmäßig besprochen werden. Auch das Thema Hygiene hat höchste Priorität: Frida wird tierärztlich betreut, regelmäßig kontrolliert und ihr Umfeld in der Schule wird gründlich gereinigt.
Vor dem ersten Kontakt mit Frida werden die Kinder ausführlich vorbereitet. Selbstverständlich wird kein Kind verpflichtet, direkten Kontakt mit Frida zu haben, wenn es das nicht möchte.
Wir freuen uns sehr darauf, Frida während ihrer Ausbildungszeit in unserer Schulgemeinschaft willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihr neue Erfahrungen zu sammeln.
Bei Fragen können Sie sich gerne an Laura Zurl (l.zurl@wasseramselweg.de) wenden.
Herzliche Grüße
Frida & Laura


